2015 – Blick in den Rückspiegel

2015 - Blick in den Rückspiegel

Was würdest Du mit 525.600 anfangen, wenn Du sie auf jeden Fall verbrauchen musst? Dir etwas Großartiges leisten? Oder lieber viele tolle Kleinigkeiten? Was hast Du in diesem Jahr damit gemacht, mit den wertvollen 525.600 Minuten, die Dir zur Verfügung standen?

Fast überall wird nur noch vom Jahr 2016 geschrieben und gesprochen – dabei haben wir doch noch ein paar Tage 2015 „übrig“. 2015. „Diese Zahl verschwindet irgendwie. Sie beim Datum hinzuschreiben, wirkt plötzlich fremd und falsch, weil meine Umwelt scheinbar schon in 2016 ist,“ schreibt Christiane Blenski in ihrem Blog. Sie hat so Recht! Und ich finde, das Jahr 2015 ist es wert, nochmal einen Blick darauf zu richten.

Im Fernsehen und in den Zeitschriften wird es reichlich Rückschauen auf das Jahr 2015 geben. Große Ereignisse, große Momente, große Bilder. Mein Blick in den Rückspiegel ist sehr persönlich auf mein berufliches Jahr 2015 gerichtet – mit der Perspektive, was Du in Deinem Beruf und für Dich auch nutzen kannst.

Kenne Dein Warum.

Warum machst Du das alles? Diese Frage hat mir mein Mann kürzlich gestellt, als ich abends mal wieder lange am PC saß, um für meinen Blog zu schreiben. „Damit verdienst Du doch kein Geld.“

Ja, das stimmt. Ich bin kein professioneller Blogger, habe keine Werbung auf meinem Blog und verkaufe dort nichts. Abgesehen von meinen Buchempfehlungen, die ich dann und wann gebe. Das sind Affiliate Links von Amazon und durch Käufe über diese Links hatte ich in diesem Jahr tatsächlich schon Gutschriften von knapp vier Euro. Mein Blog macht mich nicht reich – also warum dann?

Natürlich bin ich keine Wohltätigkeitsberaterin. Jeder Kontakt, der über meinen Blog entsteht, freut mich – und natürlich auch, wenn ein Auftrag daraus entsteht. Mein Warum dahinter, das ist allerdings so groß, dass ich „einfach so“ schreibe. Wegen meiner Vision halten mich einige meiner (ehemaligen) Bekannten schon für unverschämt.

Stell Dir eine Welt vor, in der die Menschen morgens aufwachen, sich auf ihre Arbeit freuen und dort all ihre Stärken einbringen können, inspiriert sind und abends gut gelaunt nach Hause fahren mit dem Gefühl, etwas Tolles geleistet zu haben. Weltweit. Arbeit macht Spaß. Das ist meine Vision.

Arbeitszeit ist Lebenszeit. Und das Leben darf viel Spaß machen!

Genau darum! Und das ist der Grund, warum ich dann auch abends noch schreibe, ohne ein Texterhonorar zu bekommen.

Besser gut gemacht als perfekt unerledigt.

Ja, mein Lieblingsthema, an das ich mich regelmäßig erinnere. Mir ist es wichtig, dass meine Arbeit nicht nur gemacht ist, sondern exzellent. Das kommt auch bei meinen Kunden gut an, denn das „Extra“ macht den Unterschied. Und ich bin glücklich, wenn ich etwas besonderes leiste.

Allerdings wird der Hang zum Perfektionismus auch schnell zur Bremse. Nämlich dann, wenn es um Details geht, die für das große Ganze nicht relevant sind. Ob die Schriftgröße auf einer meiner Grafiken nun 11 oder 12 ist, spielt nun wahrlich keine Rolle dafür, ob dem Leser klar wird, worauf es zum Beispiel in Stellenanzeigen ankommt.

Achtung: Perfektionismus macht auch das Aufschieben leicht. Etwas perfekt liefern zu wollen, trifft bei vielen auf Verständnis. Also wird weiter an der Schriftgröße getüftelt. Und monatelang gibt es keinen Projektabschluss. Am Ende sind das womöglich verschenkte Chancen. Also sei gut – und hab den Perfektionismus unter Kontrolle.

Fokus. Fokus. Und noch einmal Fokus.

Meine Aufgabenliste ist manchmal ellenlang. Wichtiges, Dringendes, Angenehmes, Ungeliebtes. Die Tage scheinen für die vielen Aufgaben einfach zu kurz zu sein. Der Aufgabenberg wächst und wächst – und eines Tages ist er so groß, dass er wie der Mount Everest erscheint – und da sind nur Reinhold Messner und der Yeti unterwegs.

Was tun? Nicht hyperventilieren, ruhig weiteratmen (geht locker bis auf 3.000 Meter Höhe) und den Blick auf das Ziel richten. Das setzt natürlich voraus, dass Du Ziele für Dich und Deinen Aufgabenbereich definiert hast. Falls Du dazu noch Anregungen brauchst, dann schau gleich in den Jahresplaner 2016 oder mach den QuickCheck, um die Richtung zu kennen.

Mach kreative Pausen.

Das ist die größte Erkenntnis, die ich aus der 100-Stunden-Woche mitgenommen habe. Durcharbeiten geht auch – und es macht einfach keinen Sinn.

Wie oft sitzt Du mit Deinem Joghurt oder Deinem Butterbrot in der Mittagspause am PC, weil Du glaubst, Deine Arbeit sonst nicht schaffen zu können? Jede nicht gemachte Pause reduziert Deine Produktivität. Und falls Du dauerhaft zu viel Arbeitsvolumen zu bewältigen hast, passt etwas nicht. Dann beauftrage mich einfach, mal einen Blick auf die Situation zu werfen und Lösungen zu erarbeiten. Haha, das war jetzt Werbung. 😉

Wiederholungen machen Sinn.

Dabei denke ich gerade an das Thema Candidate Experience. Irgendwann, dachte ich, ist doch genug darüber geschrieben und gesagt worden. Jetzt muss es allen klar sein. Nein – ist es nicht. Dabei sind es doch einfach Kleinigkeiten, die umzusetzen sind.

Wer einem Bewerber sagt, er bekäme Anfang der nächsten Woche eine Info, sollte nicht unkommentiert damit bis zum Ende der übernächsten Woche warten. Oder wenn sich ein Bewerber motiviert und engagiert zeigt, in seinen Schreiben und im Vorstellungsgespräch tolle Vorschläge für den potenziellen Arbeitgeber bringt, dann ist es direkt unverschämt, ihn ohne Dankeschön mit einer Standardabsage abzuspeisen.

Erinnere Dich täglich an die Kleinigkeiten, die in Deiner Arbeit den entscheidenden Unterschied bringen. Ein Danke, ein pünktliches Telefonat, ein Lächeln. Denn: Kontaktpunkte sind Knackpunkte.

Ta-Da und Was-soll´s.

Ich habe sie oben weiter schon erwähnt, meine Aufgabenliste. Aus To-Do habe ich Ta-Da gemacht, damit ich schon das triumphierende „Ta-Da! Erledigt!“ spüre. Klingt albern? Womöglich – mir hilft es trotzdem. 😉

Und die zweite Liste, die regelmäßig auf meinem Schreibtisch landet, ist meine Was-soll´s-Liste. Darauf landen Aufgaben, die ich wochenlang aufschiebe, weil „ich es mal erledigen sollte“ und dann doch nicht mache. Wochenlanges Aufschieben deutet schon daraufhin, dass die Aufgaben für mein Ziel keine Priorität haben. Also schreibe ich sie auf die Was-soll´s-Liste. Falls mir dann irgendwann mal richtig langweilig sein wird und sich auch der Berg Bügelwäsche in Luft aufgelöst hat, dann kann ich mir ja die Rosinen aus meiner Was-soll´s-Liste rauspicken.

Das Beste zum Schluss

In diesem Jahr habe ich 54 Blogartikel veröffentlich, drei Gastartikel für andere Blogs geschrieben und zwei Beiträge in der Huffington Post veröffentlicht.

Die beliebtesten Blogartikel waren:

Loyalität bei BewerbernAbsolute Nummer 1: Loyalität eines Bewerbers. Wie kann man die Loyalität eines Bewerbers im Bewerbungsprozess feststellen? Ist Mitarbeiterloyalität noch ein wichtiger Wert in der Zukunft? Danke an Daniela, die die entscheidende Frage für diesen Artikel gestellt hat.

Revolution im Arbeitsleben: die MontagsweltRevolution im Arbeitsleben: Willkommen in der Montagswelt. Inspirierende Gedanken aus dem Buch „Thank God it´s Monday“.

 

 

50 Gründe warum Du nicht mit einem Personaler ausgehen solltest50 Gründe, warum Du nicht mit einem Personaler ausgehen solltest. Geschrieben mit einem Augenzwinkern. Der Artikel war vor allem in Nicht-Personaler-Kreisen sehr beliebt. Hm, dabei sind wir doch echt Nette!

 

 

Einfach die richtigen Mitarbeiter findenMetaprogramme in der Personalauswahl. Eine Einführung in die Möglichkeiten, schon in 15 Minuten entspannter Gesprächszeit hinter die Bewerbermaske zu schauen. Willst Du Profi darin werden? Dann hier weiterlesen.

 

 

Weihnachtswünsche an den ChefWeihnachtswünsche an den Chef. Was wünschen sich die Mitarbeiter denn wirklich zu Weihnachten von ihrem Arbeitgeber? Und Achtung: auch der Chef freut sich über kleine Geschenke.

 

 

Champagner-Momente

Das Jahr 2015 hat noch rund 30.000 wertvolle Minuten. Nutze ein paar davon, um einen Rückblick auf Deine Lektionen und Erfolge in diesem Jahr zu machen.

Was darf im nächsten Jahr besser werden? Wo hast Du schon großartige Arbeit geleistet?

Was waren Deine Champagner-Momente in diesem Jahr? Und wenn Du magst, dann teil sie doch einfach mit uns in den Kommentaren. Motiviere auch die anderen zu ihrem Erfolg.

Dein erfolgreiches Jahr 2016Und wenn Dein Ziel 2016 noch nicht klar ist und Du es mit Deinem Erfolg im neuen Jahr 2016 wirklich ernst meinst, dann zögere nicht und hol Dir jetzt Deinen Erfolgsplaner 2016. 

Ich wünsche Dir einen stolzen Blick in den Rückspiegel, um das Wichtige aus 2015 in das neue Jahr mitzunehmen.

Hab eine entspannte Adventszeit – und viel Spaß!
Silke

 

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