Was sind die HR-Trends 2017?

HR Trends 2017

Nachdem das Personalerhoroskop ja schon mit einem Augenzwinkern auf durchaus ernst gemeinte Fragstellungen hinweist, gibt es nun noch datenbasierte Informationen über die HR-Trends 2017. Aus meiner Sicht ist vieles bekannt. Umso mehr wundert es mich, dass neben Dauerbrenner-Themen auch fast vergessene Punkte wieder auftauchen.

Wolfgang Brickwedde von ICR befragt seit einigen Jahren hunderte von Unternehmen, was aus ihrer Sicht die Recruiting Trends sind. Die vollständigen Ergebnisse kannst Du hier kostenfrei herunterladen.

Top Recruiting Themen 2017

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Die Arbeitgebermarke wurde zum Hauptthema 2017 gewählt. Diese Entwicklung ist spannend, denn oft höre ich „wir machen kein Employer Branding“, was inhaltlich Humbug ist und gleichzeitig deutlich zeigt, dass viele Personaler den Arbeitgeberauftritt falsch einschätzen. In diesem Fall falsch einschätzten. Bleibt die Hoffnung, dass die Personaler sich nun gestaltend einbringen und nicht aufs Marketing warten. Hochglanzlügen funktionieren nicht. Nur wer es schafft, ein ehrliches und sympathisches Arbeitgeberbild zu entwickeln, hat als Top-Arbeitgeber die Nase vorn.

Dass auch die Bewerbererfahrung, die Candidate Experience eng damit verknüpft ist, zeigt sich im Ergebnis der Befragung. In vielen Unternehmen gilt der Bewerber trotz aller Klagen über den Fachkräftemangel noch immer als lästiger Bittsteller.

Die alten Wege der Bewerbersuche reichen offensichtlich nicht mehr aus, um einfach die richtigen Mitarbeiter zu finden. Abgesehen davon, dass die worthülsenreiche Stellenanzeige in vielen Personalerköpfen immer noch das einzige Medium ist, um potenzielle Kandidaten anzusprechen, rücken nun Active Sourcing und Social Media Recruiting stärker ins Bewusstsein. Erfreulich finde ich, dass in Mitarbeiterempfehlungsprogrammen immer mehr Potenzial erkannt wird.

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Die befragten Unternehmen schenken auch dem Thema Bewerbermanagementsystemen mehr Bedeutung. Gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen erlebe ich es oft, dass der Recruiting-Prozess nicht gut definiert ist und den Personalern kaum Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Den Email-Posteingang oder Excel-Tabellen als Alternative zu professionellen Bewerbermanagementsystemen zu nutzen, ist nicht das Ei des Kolumbus. Dauernd sprechen wir über Digitalisierung und Arbeit 4.0 – da dürfen sich auch die Personaler endlich mal einen Schritt nach vorne trauen.

Die Megatrends im Personalwesen

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Dr. Sebastian Hollmann nennt in seinem Blogartikel drei wesentliche Entwicklungen, die auch den Personaleralltag in Zukunft immer stärker beeinflussen werden:

  1. Automatisierung
  2. Digitalisierung
  3. Individualisierung

Was bedeutet das konkret für die tägliche Arbeit? Papierakten entfallen, Daten liegen elektronisch vor. So finden wir schneller und leichter. Bei der Mitarbeitersuche liefert uns Software sogar Aussagen darüber, wie gut ein Kandidat die Anforderungen erfüllt.

Parallel dazu wird sich vieles darum drehen, die Einzelperson stärker im Fokus zu haben. Arbeitsbedingungen sollen an die individuellen Lebensphasen der Mitarbeiter angepasst werden, die Unternehmenspassung (Cultural Fit) gewinnt an Bedeutung oder Stellenanzeigen werden personalisiert ausgeliefert.

2017 – Jetzt!

Das sind interessante Studien und Informationen, Dauerbrenner-Themen, Altbekanntes und wenig Überraschendes. Oder? Genau da ist der Haken, warum wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nichts Neues auf der Trendliste auftaucht: wir wissen ja schon alles. 😉 Das Dumme: Wissen bringt nichts, wenn wir es nicht umsetzen.

Mein persönliches Jahresmotto 2017 lautet: Jetzt! Mir geht es darum, mein Wissen ganz konkret in der Praxis anzuwenden. Nicht reden, sondern tun. Nicht aufschieben, sondern gleich erledigen. Nicht theoretisieren, sondern Erfahrungen schaffen.

Was auf die Jahres-To-Do-Liste 2017 gehört

Unternehmen gestalten. Ich mag es nicht mehr hören, dass die Personaler kein Budget haben oder keinen Einfluss. Es sind die Mitarbeiter, die ein Unternehmen erfolgreich machen oder nicht – und wer sonst sollte sich für die Mitarbeiter verantwortlich fühlen, wenn nicht die Personaler?

Über den Tellerrand schauen. Raus aus dem Verwalter-Kämmerlein. Es gibt viel in der Welt zu entdecken. Vor allem dürfen die Personaler immer wieder prüfen, was sie von Marketing und Verkauf abschauen können. Es geht schließlich um die Arbeitgebermarke und darum, das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren.

Neue Technologien entdecken. Hier könnte jetzt eine lange Liste stehen. Social Media, Newslettermarketing, Bewerbermanagementsystem, Cultural Fit Evaluator, Online-Assessment, Potenzialanalysen. Mit welchem Thema wirst Du Dich beschäftigen?

Netzwerken. Du bist nicht alleine mit Deinen Themen und Sorgen. Vernetze Dich unternehmensintern. Wie wär´s denn, mit zwei oder drei Kollegen aus anderen Bereichen ein Erfolgsteam zu gründen und sich regelmäßig auszutauschen? Oder eine externe Mastermind-Gruppe ins Leben zu rufen? Oder arbeite mit mir.

Gleichgültig, wo Du heute stehst: definiere Deine Ziele 2017. Sei konkret und messbar. Und feiere Deine Erfolge.

Ich wünsche Dir dabei viel Spaß und tolle Champagnermomente!
Silke

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